Respekt für Arbeit im Handel!

Auer: „Solidarität mit den Mitarbeiter:innen im Handel!“

Die sozialdemokratische Vizepräsidentin der Arbeiterkammer, Manuela Auer, übt scharfe Kritik an der Verhandlungstaktik der Arbeitgeberseite im Handel. Die Beschäftigten im Handel hätten sich hinsichtlich der ihnen zustehenden Erhöhung der Kollektivvertragslöhne ein respektvolleres Verhalten verdient. Vor allem sei die wochenlange Verzögerungstaktik des Handels eine beispiellose Respektlosigkeit, die den Grundkonsens der Sozialpartnerschaft in Frage stelle. 

Manuela Auer betont: "Die Kolleg:innen im Handel haben, genau wie alle anderen Beschäftigten, ebenfalls Anspruch auf angemessene Lohnerhöhungen." Sie kritisiert den Abbruch der zehnstündigen, intensiven Gespräche in der vergangenen Woche ohne ein akzeptables Angebot der Arbeitgeberseite als "unwürdiges Schauspiel" und als Missachtung der Bedürfnisse der Handelsangestellten und ihrer Familien.

Die AK-Vizepräsidentin weist darauf hin, dass die Löhne im Handel im Einklang mit der Lebenshaltungskostensteigerung in Österreich ansteigen müssen. Auer: „In anderen Branchen ist man sich offensichtlich darüber im Klaren, dass die wichtige Inlandsnachfrage auch mit der Entwicklung der Löhne zu tun hat. Die Arbeitgeber im Handel setzen jedoch offenbar andere Prioritäten. Wie sonst ist es möglich, dass selbst der Vorschlag der Gewerkschaft für einen sozial gestaffelten Abschluss, sowie eine Öffnungsklausel für wirtschaftlich schwächere Betriebe abgelehnt wurde.“

Der Versuch der Arbeitgeber:innen, einen Gehaltsabschluss deutlich unter der Inflationsrate zu erreichen, sei gleichbedeutend mit der Aufkündigung der Sozialpartnerschaft. Manuela Auer: „Ich glaube, dass sich die Verhandler:innen auf Arbeitgeberseite nicht darüber im Klaren sind, welche Konsequenzen dieser Vorgehensweise langfristig für die Branche haben wird.“

Die sozialdemokratische AK-Vizepräsidentin abschließend: „Die Gewerkschaft lässt die Kolleg:innen nicht im Stich. Wir werden das Notwendige tun, um die Gegenseite zur Vernunft zu bringen.“