Corona: Elke Zimmermann fordert Anspruch auf vorzeitigen Mutterschutz

Schwangere ArbeitnehmerInnen brauchen besonderen Schutz!

„Das Einhalten des erforderlichen Mindestabstands von einem Meter ist im beruflichen Alltag nicht immer möglich. Es braucht daher einen vorzeitigen Mutterschutz, um die werdenden Mütter und ihre ungeborenen Kinder bestmöglich zu schützen“, fordert Elke Zimmermann, Vorsitzende der FSG-Frauen in Vorarlberg. Die Betriebsrätin im LKH Bludenz bekräftigt damit die Forderung des ÖGB und richtet einen eindringlichen Appell  in Richtung Sozial- und Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Arbeitsministerin Christine Aschbacher, diese Maßnahme rasch umzusetzen.

In vielen Bereichen, vor allem im Dienstleistung- und Gesundheitsbereich würden laut Zimmermann sehr viele Frauen arbeiten. Und eben dort gebe es oft direkten Kunden- oder Patientenkontakt. Da sei das Einhalten des erforderlichen Mindestabstands nicht immer möglich. Dazu komme, dass das Arbeiten im HomeOffice in diesen Bereichen oft nicht machbar sei.

„Es gibt zwar bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist, dennoch gehören Schwangere zur Risikogruppe. Es braucht daher besondere Schutzmaßnahmen für werdende Mütter. Betroffene sollen daher in dieser Ausnahmesituation die Möglichkeit haben, früher in Mutterschutz zu gehen“, so die Arbeitnehmervertreterin. Und weiter: „Der Schutz von schwangeren Frauen muss auch in Ausnahmesituationen, wie wir sie gerade durchleben, unbedingt gewährleistet werden.“

Dazu komme, dass Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen und generelle Arztbesuche momentan oft gar nicht durchgeführt werden könnten. Werdende Mütter seien also ohnehin einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt und die Verunsicherung sei sehr groß.