Nein zur Sonntagsöffnung!

Auer: „Finger weg vom arbeitsfreien Sonntag!“

Die Politik ist gut beraten, wenn sie an dem Verbot der Sonntagsarbeit im Handel festhält und die Intention des freien Sonntags wahrt!“ Das sagt die Vizepräsidentin der Vorarlberger Arbeiterkammer, Manuela Auer. NEOS-Abgeordneter Loacker hatte kürzlich die Sonntagsöffnung im Handel gefordert. Das sei ein Angriff auf die Handelsbeschäftigten, aber auch auf die Familien, so die Gewerkschafterin. Und weiter: „Nur, weil länger geöffnet ist, können die Menschen nicht mehr Geld ausgeben. Es kommt lediglich zu einer Umverteilung.“

Der Sonntag gibt der Woche Rhythmus
Eine Sonntagsöffnung bringt massive Verschlechterungen für die Arbeitnehmer:innen. Die Nachteile für die Beschäftigten im Handel – zum Großteil Frauen - liegen dabei klar auf der Hand. Ein halbwegs geregeltes Familienleben, Erholung und Freizeit werden verunmöglicht. Manuela Auer: „Vor allem Alleinerziehende stehen dann vor einer schier unlösbaren Herausforderung." Aber auch ehrenamtliches Engagement oder Vereinsleben werden auf diese Weise verunmöglicht. Besonders die Handelsangestellten, die während der Pandemie massiv belastet sind, brauchen einen freien Tag. Die Menschen brauchen eine Pause. Der Sonntag gibt der Woche Rhythmus. Ohne einen freien Sonntag haben wir Wochen ohne Ende.“

Auch kleinere Shop-Betreiber dagegen
Die AK-Vizepräsidentin: „Die Sonntagsöffnung ist ein reines Minderheitenprogramm mit vielen Nachteilen für die Handelsangestellten, dient aber den Großkonzernen dazu, die kleinen Händler weiter an den Rand zu drängen.“ Umfragen und Studien zeigen überdies: auch die Mehrheit der Bevölkerung lehnt den „offenen Sonntag“ klar ab. Diese Ablehnung teilen im Übrigen auch viele Betreiber kleinerer Shops. „Sonntagsverkäufe verschieben den Umsatz nur von den Werktagen auf den Sonntag. Schon jetzt können Geschäfte bis 21 Uhr offenhalten, somit wäre dies nur für die „Großen“ ein Geschäft.

Bestehende Regelungen sind ausreichend!
„Unsere Haltung zur Frage der Sonntagsöffnung ist daher unverändert: Die bestehenden Regelungen sind ausreichend und Sonntagsarbeit auf dem Rücken der Beschäftigten im Handel wird es mit uns nicht geben", verweist Manuela Auer auf die Position der Gewerkschaft. NR-Abgeordneter Loacker wäre besser beraten, konkrete Pläne und machbare Ideen zur Besteuerung von Online-Riesen auf den Tisch zu legen, als sich in regelmäßigen Abständen als „Schutzheiliger der Großkonzerne“ zu betätigen.