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»6. Urlaubswoche: Zugang erleichtern«

AK-Vizepräsidentin LAbg. Auer: „Flexibilität gilt auch für die Wirtschaft“!

Was viele nicht wissen: Das Gesetz zur 6. Urlaubswoche gibt es bereits seit mehr als 30 Jahren. Grundsätzlich haben ArbeitnehmerInnen 5 Wochen bezahlten Urlaub pro Arbeitsjahr. Bei einer Betriebszugehörigkeit von 25 Jahren, bzw. ab dem 26. anrechenbaren Arbeitsjahr, haben ArbeitnehmerInnen Anspruch auf eine sechste Urlaubswoche.

Weg mit den gesetzlichen Ungerechtigkeiten!

Allerdings hat sich die Arbeitswelt seit den 80iger Jahren in vielen Bereichen verändert. Das ist auch der Grund, warum viele ArbeitnehmerInnen gar nicht mehr in den Genuss einer 6. Urlaubswoche kommen. AK-Vizepräsidentin LAbg. Manuela Auer: „Obwohl das Gesetz seit 1984 gilt, fallen viele Beschhäftigte aus der gesetzlichen Regelung: z.B.: Frauen, die für ihre Kinder in Karenz gingen, ArbeitnehmerInnen in Branchen, in denen kurze Arbeitsverhältnisse überwiegen - wie etwa LeiharbeitnehmerInnen - oder FacharbeiterInnen, die im Zuge einer Insolvenz ihre Arbeit verloren haben.“

Höhere Arbeitsbelastung und Flexibilität

Diese Ungerechtigkeit gelte es zu beseitigen, so die Gewerkschafterin weiter. „Die Arbeit verdichtet sich zunehmend, die Beschäftigten sind mehr gefordert und bereits jetzt hoch flexibel. Aus der Wirtschaft ertönt bei jeder Gelegenheit die Forderung nach noch mehr Flexibilität der ArbeitnehmerInnen. Die schwarz/türkis/blaue Regierung hat unter dem zynischen Stichwort „Flexibilität“ mit dem Gesetz zum 12-Stunden-Tag bzw. zur 60-Stunden-Woche die Arbeitsbelastung
deutlich erhöht. Es ist daher nur konsequent, auch von der Wirtschaft mehr Flexibilität einzufordern. Steigt die Belastung, ist es auch legitim, mehr Urlaubstage zu erhalten“, so Manuela Auer.

Die 6. Urlaubswoche – unabhängig von der Dauer der Betriebszugehörigkeit

Die AK-Vizepräsidentin weiter: „Ich halte es jetzt für notwendig, dieses Gesetz an die Bedürfnisse einer modernen Arbeitswelt anzupassen.“ Kaum jemand sei von der Lehrzeit an im selben Betrieb beschäftigt. Es gebe Menschen, die 27 Jahre und mehr in Beschäftigung waren und nie in den Genuss einer 6. Urlaubswoche kommen. Es ist an der Zeit, die Flexibilität der ArbeitnehmerInnen seitens der Wirtschaft zu erwidern. AK-Vizepräsidentin LAbg. Manuela Auer: „Die jetzige gesetzliche Regelung soll dahingehend abgeändert werden, dass bei der Berechnung des Urlaubsanspruches
nicht mehr nur die Betriebszugehörigkeit, sondern die Beschäftigungsjahre insgesamt inkl. der Ausbildungszeit als Basis herangezogen werden.“

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