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»Wiedereingliederung nach Krankheit«

AK-Vizepräsidentin Auer: „Ein konstruktives Modell für Arbeitnehmer“

Mit dem neuen „Wiedereingliederungsteilzeitgesetz“ wird ArbeitnehmerInnen nach längerer schwerer Krankheit ein
sanfter Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess ermöglicht.

Empfindliche Gehaltseinbußen wurden abgeschafft
Teilzeitvereinbarungen nach längerer, schwerer Krankheit waren auch bisher möglich und wurden in der Praxis auch genutzt. Die Betroffenen mussten allerdings empfindliche Gehaltseinbußen hinnehmen. Damit ist jetzt Schluss. Manuela Auer: „ArbeitnehmerInnen, die die Wiedereingliederungsteilzeit in Anspruch nehmen, erhalten für diese Zeit neben dem aliquot zustehenden Entgelt eine Geldleistung der Krankenversicherung – das Wiedereingliederungsgeld. Insgesamt ergeben Teilentgelt und Wiedereingliederungsgeld eine höhere Summe als das im Krankenstand bezogene Krankengeld.“

Teilzeit bis zu 6 Monate –Verlängerung möglich
Mit dem neuen Gesetz können Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Vereinbarung über eine Phase der Wiedereingliederungsteilzeit treffen. Voraussetzung ist ein mindestens sechswöchiger, ununterbrochener Krankenstand, die bestätigte Arbeitsfähigkeit der rückkehrenden Person und eine Bewilligung des Chef- und Kontrollärztlichen Dienstes der zuständigen Krankenversicherung. Die Wiedereingliederungsteilzeit kann für zunächst höchstens sechs Monate vereinbart werden. Eine einmalige Verlängerung um drei Monate ist möglich.

Manuela Auer: „Das Gesetz richtet sich nicht an Menschen, die Grippe haben oder sich ein Bein gebrochen haben,  sondern etwa an Menschen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer Krebserkrankung länger im Krankenstand waren. Viele Menschen wünschen sich nach längerem Krankenstand bald wieder ins Arbeitsleben zurückzukehren und den Alltag zurückzugewinnen, aus dem sie durch die Diagnose plötzlich herausgerissen
wurden. Mit diesem Gesetz wird dies ermöglicht.“

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