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»Schluss mit Steueroasen!«

Steuertricks von Konzernen und Superreichen kosten uns ein Vermögen: In der EU werden jährlich 1.000 Milliarden Euro an Steuern hinterzogen, in Steueroasen verschoben, über Briefkastenfirmen am Fiskus vorbeigeschleust. Das gehört beendet, erklärt AK-Vizepräsidentin Manuela Auer. Sie unterstützt daher die ÖGB/AK-Initiative gegen Steueroasen und für Steuergerechtigkeit. „Nur wenn wir hier Druck machen, ändert sich etwas an diesen unsozialen und ungerechten Praktiken!“

Lux Leaks, Panama Papers und ganz aktuell Bahamas-Leaks zeigen eindrucksvoll, welche Dimension Steuerflucht und Steuerhinterziehung mittlerweile angenommen hat. Auch multinationale Konzerne bedienen sich aggressiver Steuervermeidungsstrategien auf Kosten der Allgemeinheit. Die Folge laut Bundeskanzler Kern: Jedes Wiener Kaffeehaus, jeder Würstelstand zahlt in Österreich mehr Steuern als ein globaler Konzern wie z. B. Starbucks, Amazon und Co.

Das – so Auer – sei nicht verständlich und schon gar nicht akzeptabel. Es könne nicht sein, dass Reiche und Multis Vermögen und Gewinne in Steueroasen parken, während die Durchschnittsbevölkerung in vielen Staaten mit steigenden Steuern und Sozialkürzungen belastet werde.

Druck machen!

Sehr begrüßt wird von der AK-Vizepräsidentin daher auch die Ankündigung der EU-Kommission, den Steuertricks der Multis einen Riegel vorzuschieben. Apple wurde bereits zu einer Steuernachzahlung in Höhe von 13 Milliarden Euro verdonnert. Darüber hinaus hat die Kommission eine Reihe von Vorschlägen präsentiert, die zu mehr Steuergerechtigkeit führen sollen.   

Für Auer "ein positives Signal und wichtiger Schritt". Ganz entscheidend aber sei auch hier die Umsetzung. „Dazu müssen wir den Druck erhöhen und verhindern, dass die angekündigten Maßnahmen wieder verwässert werden.“ Von daher unterstützt die AK-Vizepräsidentin die von ÖGB und AK getragene Initiative gegen Steueroasen und für Steuergerechtigkeit. Interessierte können die Petition online unter www.nototaxhavens.eu/de unterzeichnen.

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