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»Regierung kürzt Kinderbetreuung«

AK-Vizepräsidentin LAbg. Auer: „Sich selber genehmigen Kurz und Strache 24 Mio extra“

Um sage und schreibe 30 Millionen Euro will die Bundesregierung die Mittel für die Kinderbetreuung kürzen. „Einmal mehr werden durch diese Maßnahme – so sie nicht noch in allerletzte Minute verhindert wird – die Familien in Österreich weiter geschwächt.“ Das kritisiert heute AK-Vizepräsidentin LAbg. Manuela Auer. Anstatt in den längst überfälligen und notwendigen Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren, streichen BK Kurz und FPÖ Obmann Strache das bitter notwendige Geld. AK-Vizepräsidentin Auer: „In Vorarlberg sperren die meisten Kindergärten (56%) nach nicht einmal acht Stunden zu. Das entspricht in keiner Weise den Bedingungen einer modernen Familienpolitik. Mehr noch, es ist ein fataler Rückschritt und zeigt in Wahrheit die Absicht von Schwarz/türkis-blau. Die Frauen mögen sich doch bitteschön wieder an den Herd zu Hause gewöhnen.“

Immer größere Hürden für berufstätige Familien
Vorarlberg habe ohnehin einen überaus großen Nachholbedarf in Sachen Kinderbetreuung. Viel zu wenig Ganztagesbetreuungen und mit 36 Schließtagen in den Ferien (die meisten in Österreich) stelle das Land eine zusätzliche große Hürde für berufstätige Familien auf, kritisiert Manuela Auer. Und weiter: „Andererseits suchen die heimischen Unternehmen händeringend Fachkräfte in allen Bereichen. Keine Rede von schwarz-blauen Vertretern, ohne die Vereinbarkeit von Beruf und Familie blumenreich zu fordern und zu loben. Die praktische Politik jedoch zeigt das wahre Gesicht von ÖVP und FPÖ.“

12-Stunden-Tag ohne Rücksicht auf Betreuungspflichten
Vollkommen grotesk sei es jedoch, dass dieselbe schwarz-blaue Bundesregierung nun den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche beschlossen habe. Dies trotz der Tatsache, dass es in den meisten Bundesländern kaum oder gar keine Betreuungseinrichtungen gebe die mehr als zwölf Stunden geöffnet hätten; in Vorarlberg gerade einmal drei Einrichtungen, so die sozialdemokratische AK-Vizepräsidentin.

Zeit, den türkisen Rosengarten zu verlassen
„Es ist höchste Zeit, dass LH Wallner dem türkisen Rosengarten den Rücken kehrt und mit mehr Selbstbewusstsein für eine qualitätsvolle Familienpolitik eintritt. Dazu gehören entsprechende Bundesmittel für eine qualitativ hochwertige und quantitativ ausreichende Kinderbetreuung in unserem Bundesland.“ Und weiter: Geld ist ja offensichtlich genügend vorhanden. Wie sonst könnten sich BK Kurz und FPÖ Obmann Strache ein Sonderbudget für ihre jeweilige Tätigkeit von knapp 24 Mio Euro genehmigen!“

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