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»Projekt „Innen Sicher“«

Seit den vermehrt zunehmenden Terroranschlägen in Europa und der Flüchtlingswelle von 2015 wird vom Bund die Sicherheit wieder groß geschrieben! Sowohl beim Innenministerium als auch beim Bundesheer haben die Investitionen zugenommen.

In den Vorarlberger Nachrichten vom 21.01.2017 wird berichtet, dass das Heer wieder sexy geworden ist. Der Wehrdienst sei um vieles attraktiver geworden.

Trotz finanzieller Aufstockung und einer Aufnahmeoffensive beim Innenministerium ist bei der Polizei die Situation eine andere. Mit jedem neuen Innenminister/in erfolgten neue Reformen und neue Projekte. Mit dem Projekt „Innen Sicher“ werden Polizisten wieder von der Front abgezogen. Die Aufgaben der Mitarbeiter der Polizeiinspektionen werden immer umfangreicher und belastender. 

Die Arbeits- und vor allem Stundenbelastungen der Mitarbeiterinnen wird immer schwieriger. Lange nicht mehr alle jungen Polizistinnen sind bereit monatlich 200 und mehr Stunden zu arbeiten. Studien beweisen, dass für junge Mitarbeiterinnen Familie und Freizeit mehr zählen. Wahrscheinlich auch deshalb ist in Vorarlberg ein relativ starker Abgang von jungen Mitarbeiterinnen zu verzeichnen und das Anwerben von Mitarbeitern schwierig.

Die FSG stellt deshalb folgende Forderungen:

• Arbeitszeitmodelle wie beispielsweise Teilzeit bei denen Beruf und Familie besser zu vereinbaren sind. • Ein Ende von immer wieder neuen Reformen und Projekten innerhalb der Polizei. • Die Weiterführung der Aufnahmeoffensive und eine bessere Bezahlung für Polizeischülerinnen. • Ein neues und faireres Entlohnungsschema für Polizistinnen.

Nur so kann der Polizeiberuf wieder attraktiver und sexy werden!

Gebhard Bickel
Vorsitzender der
Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter
in der Polizei

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