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»ÖVP und FPÖ auf „Zerstörungskurs“«

AK-Vizepräsidentin LAbg. Auer: „Der 12-Stunden-Tag ist eine Ohrfeige für viele Familien!“

Der von der schwarz/türkis/blauen Bundesregierung überfallsartig beschlossene 12-Stunden-Tag wird für viele Familien nur mit großen Problemen zu bewältigen sein. AK-Vizepräsidentin LAbg. Manuela Auer: „Dieses Gesetz ist ein schwerer Rückschlag und ein Rückschritt für alle gesellschaftspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre. Ein 12-Stunden-Tag bedeutet in Wirklichkeit – je nach Arbeitsweg – tatsächlich 13 und mehr Stunden.“ Es liege auf der Hand, dass nach einem solchen Arbeitstag für Familie, Freunde, Hobbys und sonstige Aktivitäten, nicht mehr viel Zeit bleibe.

Realitätsfern auch angesichts der Kinderbetreuung

Aus familienpolitischer Sicht bedeute dies, dass die von der Landesregierung vielbeschworene Vereinbarkeit von Familie und Beruf für betroffene ArbeitnehmerInnen immer unrealistischer werde. Manuela Auer: „Vorarlberg ist das Land der hohen Mieten und der hohen Lebenshaltungskosten. In vielen, besonders jungen Familien ist es daher notwendig, dass beide Partner einer entsprechenden Beschäftigung nachgehen. Angesichts des Betreuungsangebots in Vorarlberg ist es jedoch jetzt schon schwer, eine geeignete Kinderbetreuungseinrichtung zu finden.“ Die AK-Vizepräsidentin verweist auf die Erhebung der „Statistik Austria“. Der Österreich-Vergleich zeigt, dass Vorarlberg mit 27% die meisten  Kinderbetreuungen mit lediglich einer Halbtagesbetreuung aufweist. Manuela Auer: „Allein schon diese Zahl zeigt, wie vollkommen realitätsfern und rücksichtslos ein Gesetz beschlossen wurde, das nur den Industriellen und Großkonzernen nützt. Man kann es nicht anders sagen, familienpolitisch ist es eine schallende Ohrfeige für viele Familien!“

Ebenso verheerend sei das politische Signal von BK Kurz und FPÖ Obmann Strache. Mit ihrer Vorgehensweise zerstören sie die seit 1945 bestehende Gesprächskultur und den Nutzen stiftenden Dialog zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen. Die Kultur der gegenseitigen Wertschätzung werde so mit Füßen getreten, kritisiert die  Sozialdemokratische AK-Vizepräsidentin.

Warum schweigt der Landeshauptmann?

Den Protest und das Unverständnis über dieses Gesetz sowie die Vorgangsweise von Kurz und Strache tragen mittlerweile jedoch auch RechtsexpertInnen, MedizinerInnen, ArbeitsrechtlerInnen und KirchenvertreterInnen in der Öffentlichkeit vor. Manuela Auer: „Langsam wäre es auch an der Zeit, dass sich der Vorarlberger Landeshauptmann erklärt.“

Wir kämpfen weiter!

„Der Beschluss der Bundesregierung erfordert jedenfalls eine klare Antwort unsererseits. Das erwarten sich die ArbeitnehmerInnen. Und wir werden zeigen, dass BK Kurz und FPÖ Obmann Strache sich in Österreich nicht aufführen können wie zwei wild gewordene Politiker, die glauben mit einem Federstrich allein über das Wohl und Weh unseres Landes und seiner Menschen bestimmen zu können“, so die AK-Vizepräsidentin abschließend.

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