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»ÖVP opfert das Wohl unserer Kinder«

Unterkofler kritisiert Ablehnung zusätzlicher Lehrpersonen für Pflichtschulen

„Ich bin im höchsten Grad verärgert“, gibt Gerhard Unterkofler, Vorsitzender der Vorarlberger FSG-PflichtschullehrerInnengewerkschaft, unumwunden zu. Da will Bundeskanzler Christian Kern mit Bildungsministerin
Sonja Hammerschmid endlich zusätzliche Lehrpersonen für die Pflichtschulen einstellen, und die ÖVP-geführten Bundesländer haben letzte Woche auf der Landesbildungsreferenten-Konferenz in Lochau nein gesagt.

Frühförderung bringt Erfolge

Das sei, so Unterkofler, ein reines wahltaktisches Manöver der ÖVP, die der Bildungsministerin vor den Wahlen keinen Erfolg mehr gönne. Diese Entscheidung der ÖVP-Bundesländer ist besonders ein Affront gegenüber den Vorarlberger PädagogInnen, denn 2016 haben sich 1.700 Vorarlberger PflichtschullehrerInnen in einer Unterschriftenaktion der Freien LehrerInnen und der FSG-PflichtschullehrerInnengewerkschaft für das ZweilehrerInnensystem in der Volksschule ausgesprochen.

Mit zusätzlichen Lehrpersonen wäre es möglich, die Kinder gleich zu Beginn bedarfsgerecht und individuell zu fördern, temporäre Fördergruppen zu bilden oder auch Einzelförderung zu machen. Frühe Förderung der Kinder bringt den größten Erfolg.

ÖVP schießt quer

„In mehreren Gesprächen konnten wir Vorarlberger LehrerInnengewerkschafter zusammen mit unseren Wiener KollegInnen die Bildungsministerin und Bundeskanzler Christian Kern von der Wichtigkeit zusätzlicher Lehrpersonen in den Volksschulen überzeugen“, erklärt Unterkofler. „Und jetzt, wo als erster Schritt Volksschulen mit besonderen Bedürfnissen zusätzliche PädagogInnen erhalten sollen, wird von der neuen ÖVP quergeschossen.“ Unterkofler wundert sich auch, dass der große Aufschrei von Schullandesrätin Bernadette Mennel ausgeblieben ist. Die LehrerInnen und SchülerInnen haben es nicht verdient, zum Spielball unverantwortlicher Politiker zu werden. Wir werden nach den Wahlen die neue Regierung an die Notwendigkeit von zusätzlichen Lehrpersonen wieder erinnern und dies auch einfordern, so der Vorsitzende der Vorarlberger FSG-PflichtschullehrerInnengewerkschaft abschließend.

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