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»ÖGB erreicht für immer mehr Branchen 1.500 Euro Mindestlohn«

Seit Jänner 2017 haben die Gewerkschaften sich bereits mit verschiedenen Branchen darüber geeinigt:

  • Arztangestellte seit Januar 2017
  • Speditions- und Lagereibetriebe ab April 2017
  • Hotel und Gastgewerbe ab Mai 2018
  • Textilindustrie – Stufenplan bis Dezember 2018
  • Friseurinnen und Friseure ab April 2019

„Auf gutem Weg“

AK – Vizepräsidentin Manuela Auer dazu: „Hinsichtlich der Einführung des 1.500 Euro Mindestlohns sind wir also auf einem guten Weg. Das reicht aber noch nicht. In einer zweiten Etappe müssen wir mit der Wirtschaftskammer über die schrittweise Erreichung von 1.700 Euro Mindestlohn in allen Kollektivverträgen verhandeln. Gerade in Vorarlberg ist dies – angesichts der hohen Lebenshaltungskosten – unabdingbar.“

Zweiter Schritt – 1700 Euro

In Österreich verdienen rund 420.000 Menschen weniger als 1.700 Euro im Monat. Davon liegen noch ungefähr 300.000 unter 1.500 Euro brutto. Zwei Drittel davon sind Frauen. Die  AK – Vizepräsidentin: „Profitieren würden davon auch die Teilzeitbeschäftigten in den Niedriglohnbranchen, denn steigende Monatslöhne bedeuten auch steigende Stundenlöhne“.

Gesetzlichen Schutz weiter ausbauen!

Bedauerlicherweise gebe es immer noch Branchen ohne jeglichen Kollektivvertrag oder solche, die nicht mit der WKÖ als Arbeitgebervertretung abgeschlossen werden, wie zum Beispiel der Rechtsanwaltskammer, so Manuela Auer weiter. Für die Betroffenen würde also eine Generalvereinbarung mit der Wirtschaftskammer nicht gelten. Daher brauche es auch hier gesetzliche Verbesserungen für ArbeitnehmerInnen die in solchen Branchen arbeiten. Eine Anhebung des Mindestlohnes würde jedoch zweifelsohne den Druck auf diese Branchen erhöhen. Manuela Auer: „Wir brauchen auch einen besseren gesetzlichen Schutz für freie DienstnehmerInnen, damit es sich nicht mehr auszahlt, aus dem Kollektivvertrag zu flüchten, indem man ArbeitnehmerInnen durch freie DienstnehmerInnen ersetzt.“

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