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»Nein zu 12-Stunden-Arbeitstag«

AK-Vizepräsidentin Manuela Auer lehnt Regierungsvorstoß entschieden ab!

Im Vorfeld des 1. Mai hat die Bundesregierung angekündigt, den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche als gesetzliche Normalität - statt kollektivvertraglich geregelter Ausnahme – einzuführen. Ein klares Nein zu diesem Vorhaben von Türkis-Blau kommt von AK-Vizepräsidentin und Landtagsabgeordneter Manuela Auer: „Wir brauchen eine Arbeitszeitverkürzung statt des von Kurz und Strache geforderten 12-Stunden-Tages und einer 60-Stunden-Woche.“ Schon jetzt sei der 12-Stunden-Tag im Arbeitszeitgesetz unter bestimmten Rahmenbedingungen möglich und das sei ausreichend, ist Auer überzeugt.

Flexibilität auf Kosten der Beschäftigten

„Ich wüsste nicht, warum wir uns hundert Jahre zurückkatapultieren sollten. Der Wirtschaft geht es nur um Aufträge, aber mir geht es um die Menschen. Das ist eine Arbeitszeit, die wir so nicht wollen, auch eine Unplanbarkeit, die schlecht ist für das Familienleben und für die Gesundheit“, ist die AK-Vizepräsidentin überzeugt. Entscheidend sei für sie ohnehin, ob es sich um planbare Überstunden handle, wo man sich dann Betreuung bzw. Zeit für Freizeitaktivitäten reservieren könne, oder diese quasi spontan anfallen könnten, wenn gerade ein Auftrag abzuarbeiten sei. Ein genereller 12-Stunden-Arbeitstag würde vor allem den Frauen und Familien auf den Kopf fallen, da dieser völlig an der Realität der Familien vorbeigehe.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf unmöglich

„Wie soll sich das ausgehen, wenn Eltern ihre Kinder vom Kindergarten abholen müssen oder Pflegeaufgaben haben?“, fragt sich Auer. Schon jetzt sei die Kluft in der Arbeitszeit zwischen Frauen und Männern riesig – Frauen arbeiten sehr häufig Teilzeit, Männer arbeiten häufig viel mehr als Vollzeit. Familien wollen sich aber die Arbeitszeit gerechter teilen – wie Umfragen bestätigen: Frauen wollen länger arbeiten, Männer kürzer – und beide pendeln sich in diesen Wünschen bei jeweils rund 30 Stunden ein. „Darum sollte Arbeit auf mehr Menschen aufgeteilt werden“, so Manuela Auer abschließend.

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