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»Massiver Rückschritt!«

Heftige Kritik an Aus für Beschäftigungsbonus und Aktion 20.000

In einem Schnellschuss hat die neue Bundesregierung zwei wichtige Arbeitsmarktprojekte abgeschafft - der Beschäftigungsbonus“ wird vorzeitig Ende Jänner auslaufen, die Aktion 20.000 für ältere Arbeitslose bereits mit Ende Dezember 2017 ausgesetzt.

Für Manuela Auer, AK-Vizepräsidentin und Landtagsabgeordnete, ein massiver arbeitsmarktpolitischer Rückschritt, der vor allem ältere Arbeitslose und Langzeitarbeitslose trifft. „Vor allem die FPÖ, die sich immer wieder als die Partei des Kleinen Mannes bezeichnet, ist auf ganzer Linie umgefallen. Die Menschen bleiben auf der Strecke!“, stellt Auer entäuscht fest. „Scheinbar haben es sich ÖVP und FPÖ zum Ziel gesetzt, auf Kosten der Schwächsten in unserem Land zu sparen.“

Arbeitslosen-Rückgang bei 50 Plus

Die Rücknahme der beiden Beschäftigungsprojekte sei umso mehr nicht nachvollziehbar als das erste Mal seit Jahren die Arbeitslosigkeit bei über 50-Jährigen gesunken sei, stellt Auer klar. Die beiden Förderprogramme waren 2017 von der SPÖ-ÖVP-Regierung beschlossen worden, um den Arbeitsmarkt anzukurbeln. Und das hat funktioniert – beim Beschäftigungsbonus gab es bis zum Jahreswechsel laut Angaben des Wirtschaftsministeriums rund 12.600 Anträge für 64.000 ArbeitnehmerInnen.

Aktion 20.000 wichtig und wirksam

Mit der Aktion 20.000, die über 50-jährige Arbeitslose in neue Jobs bringen sollte, seien immerhin bis Ende November rund 1.500 Personen erfolgreich vermittelt worden. Nun würden die Perspektiven und Hoffnungen vieler älterer und langzeitarbeitsloser Menschen zerstört. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die beiden Maßnahmen wirken. Mit einem Schlag werde das nun zunichtegemacht. Auer abschließend: „Es ist eine Tatsache, dass ein großer Teil älterer Arbeitsloser am ersten Arbeitsmarkt kaum eine Chance hat. Die Aktion 20.000 hat diesen Menschen neue Perspektiven gegeben. Diese nun mit einem Mal zu zerstören ist nicht nur moralisch verwerflich und verantwortungslos,
sondern auch arbeitsmarktpolitisch der falsche Weg.“

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