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»Manager-Gehälter beschränken«

AK-Vizepräsidentin Manuela Auer: Es geht um Gerechtigkeit!

Es sei höchst an der Zeit, die völlig realitätsfernen Bezüge in Unternehmen, die mehrheitlich der Republik Österreich gehören, zu deckeln. Dies meint AK-Vizepräsidentin Manuela Auer in einer Reaktion auf die Forderung von Bundeskanzler Kern. Manuela Auer: „Lag das Verhältnis der Gehälter der MitarbeiterInnen im Vergleich zu Mangerbezügen Anfang der 2000er Jahre noch bei 24:1 sind es heute 51:1 zugunsten der Manager. Das hat mit Leistung
oder Verantwortung rein gar nichts zu tun.“

ÖVP-Argumente sind eine Farce!

Die Behauptung von Wirtschaftsund ÖVP-Seite, dass eine Begrenzung der Gehälter auf 500.000 Euro dem  Wirtschaftsstandort schade, sei eine Farce. Manuela Auer: „Das zeigt nur wie abgehoben die ÖVP und die ihr nahestehenden Wirtschaftsbosse sind. Da ist jegliche Realität mit der Wirklichkeit verloren gegangen.“ Und weiter: „Während die ArbeiterInnen und Angestellten um jeden Cent Lohnerhöhung kämpfen müssen, steigen die  Managergehälter ins Unermessliche.“ Im Übrigen sei es eine Mär, dass mit steigenden Gehältern auch die Leistung der damit gesegneten Managerelite steige.

Mehrheit für eine Begrenzung!

In regelmäßigen Abständen sprechen sich auch eine überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher gegen die zum Teil absurden Gehälter aus. Dabei gönnt man den Managern durchaus eine leistungsgerechte Entlohnung. Die AK-Vizepräsidentin: „Es geht also gar nicht um das billige Argument, dass Kritiker von exorbitanten Gehälter nur neidisch seien. Es geht schlicht um eine Verhältnismäßigkeit. Denn ebenso wie es eine Unterkante dessen gibt, was Arbeit allein schon wegen der zur Verfügung gestellten Lebenszeit pro Stunde wert ist, gibt es eine Obergrenze dessen, was sich noch durch Leistung und Verantwortung rechtfertigen lässt.“

Italien machts vor!

Dass es auch anders gehe zeige das Beispiel in Italien. Dort wurde im vergangenen Jahr etwa das Jahresgehalt von Italiens öffentlich-rechtlicher TV-Anstalt RAI mit 240.00 Euro gedeckelt. Bis zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungskräfte bis zu 650.000 Euro.

Es geht um Gerechtigkeit!

Manuela Auer: „So wie jeder Unternehmer in seinem Unternehmen auf eine faire Verteilung der Entlohnung achten muss, wenn sein Unternehmen intakt sein soll – so muss auch eine Regierung, welcher Couleur auch immer, dieses Ziel im Auge behalten. Wer Gerechtigkeit oder das Streben nach ihr verhöhnt, gefährdet den inneren Zusammenhalt in einem Land.“

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