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»Ja zu Jugendvertrauensräten!«

K-Vizepräsidentin LAbg. Auer: „Regierung will Rechte der Jungen schwächen!“

Der Jugendvertrauensrat ist einer der wichtigsten Ansprechpartner für Jugendliche in einem Betrieb. Seit 1973 ist die
Möglichkeit der betrieblichen Mitbestimmung von Jugendlichen im Gesetz verankert. ÖVP und FPÖ haben in ihrem Regierungsprogramm in Aussicht gestellt, dies abzuschaffen.

Das Konzept „Jugendliche vertreten Jugendliche“ funktioniert!

„Es braucht mehr Demokratie in der direkten Lebensumgebung der arbeitenden Menschen und nicht weniger“, fordert AK-Vizepräsidentin LAbg. Manuela Auer: „Das Konzept ‚Jugendliche vertreten Jugendliche‘ hat sich voll bewährt. Der  Jugendvertrauensrat muss daher gestärkt und darf keinesfalls abgeschafft werden.“

Die seit 45 Jahren bestens funktionierende Mitsprache von Jugendlichen am Arbeitsplatz soll – wenn es nach den Plänen der schwarz-blauen Regierung geht – abgeschafft werden. Nachzulesen ist dies im Regierungsprogramm – gut versteckt - auf Seite 103 des Übereinkommens zwischen Kurz und Strache. Als Ersatz der betrieblichen Jugendvertretung soll das Wahlalter bei den Betriebsratswahlen auf 16 Jahre gesenkt werden.

Anschlag auf die Rechte von Jugendlichen!

Manuela Auer: „Die Jugendvertrauensräte werden von allen Lehrlingen – auch von solchen unter 16 Jahren gewählt. Die ÖVP/FPÖ – Absicht nimmt Lehrlingen unter 16 jede Möglichkeit für Mitbestimmung, und das, obwohl sie einen großen Teil ihrer Zeit am Arbeitsplatz verbringen. Etwa ein Drittel aller Lehrlinge würde so jegliches Wahlrecht im Betrieb verlieren.“ Und weiter: „Betriebsratswahlen finden außerdem nur alle fünf Jahre statt, Jugendvertrauensratswahlen hingegen alle zwei Jahre. Bei einer Lehrzeit von drei oder vier Jahren würde das bedeuten, dass viele Jugendliche während ihrer gesamten Lehrzeit kein einziges Mal wählen dürfen.“

Regierung zerstört ein funktionierendes Mitsprachemodell!

Die JugendvertrauensrätInnen sind die ersten Ansprechpersonen für junge Menschen im Betrieb und vermitteln erfolgreich
zwischen den Anliegen der Lehrlinge und der Betriebsleitung, egal ob es um wirtschaftliche, soziale, gesundheitliche oder arbeitsrechtliche Interessen geht. AK-Vizepräsidentin Manuela Auer weist jedoch noch auf einen anderen Aspekt hin: „Dieses Ehrenamt ermöglicht Jugendlichen aber auch das Kennenlernen von demokratischer und politischer Mitbestimmung. Während die ÖVP und FPÖ öffentlich die direkte Demokratie beschwören, planen sie hinterrücks einen Anschlag auf ein bewährtes Mitbestimmungsmodell für Lehrlinge und junge ArbeitnehmerInnen“.

Manuela Auer abschließend: „Wir werden die Absicht der Regierung – gemeinsam mit den jugendlichen ArbeitnehmerInnen - mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten – bekämpfen.“

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