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»Inakzeptables Postmanagement!«

AK-Vizepräsidentin Auer: „Missstände bei der Post beseitigen!“

Seit Monaten stapeln sich in manchen Postämtern Postsendungen. Briefe, Paketsendungen, amtliche Benachrichtigungen usw., die vielfach mehrere Tage verspätet zugestellt werden. In Teilen des Landes kommt die Post sogar nur mehr ein- oder zweimal pro Woche. AK-Vizepräsidentin Manuela Auer kritisiert zum wiederholten Male diese unhaltbaren Zustände bei der Post. „Immer mehr Postbedienstete kehren dem Unternehmen den Rücken. Unzumutbare Arbeitsbedingungen, schlecht bezahlte Jobs, ein miserables Unternehmensimage mit der Konsequenz, dass die Suche nach neuem Personal immer schwieriger wird und immer mehr zusätzliche Aufgaben für die Angestellten. Das treibt nun auch einen Großteil der verbliebenen MitarbeiterInnen in eine physische und psychische Überforderung. Burnout und lange Ausfälle sind die Folge“, so die AK-Vizepräsidentin.

Die Post ist seit dem Börsengang vor allem für die Aktionäre da

Die Ursache dieser skandalösen Zustände, so Auer weiter, liege in der Privatisierung und der damit verbundenen Bevorzugung der Aktionäre. So wurde auch heuer wieder die Dividende für die Postaktionäre überproportional erhöht. Seit dem Börsengang werde der jährlichen Gewinnmaximierung alles untergeordnet. So erzielte die Post im ersten Halbjahr 2017 einen Gewinn (EBIT) von 102,1 Mio Euro. Auer dazu: „Das lässt die Aktionäre jubeln. Die Beschäftigten welche die satten Gewinne durch ihren Einsatz ermöglichen, schauen jedoch durch die Finger.“

Statt ordentlichen Arbeitsbedingungen Drohungen und Maulkörbe

Die ArbeitnehmervertreterInnen weisen seit Jahren darauf hin, dass eine moderne, serviceorientierte Post  entsprechend Mittel für das Personal und für akzeptable Arbeitsbedingungen benötigt. Manuela Auer: „Aber solche Forderungen werden von den fürstlich bezahlten Managern in schöner Regelmäßigkeit mit dem Hinweis auf die „Unfinanzierbarkeit“ abgelehnt. GewerkschafterInnen die diesen Aussagen widersprechen wird mit dem Gericht und damit mit dem Entzug ihrer beruflichen Existenz gedroht.“

Es reicht!

Die seit Monaten wissentlich in Kauf genommene Verletzung des Postgesetzes, die vollkommen verfahrene  Personalsituation, Drohungen und inakzeptabler Druck auf die MitarbeiterInnen sowie die offensichtliche Unfähigkeit des Postmanagements, die Krise des Unternehmens bewältigen zu können, müsse endlich zu Konsequenzen führen. Manuela Auer: „Manager, die für die jetzige Situation in der Post verantwortlich sind, aber Monat für Monat  supergehälter kassieren, sollten ihren Hut nehmen. Wer nur auf Gewinnmaximierung hinarbeitet, hat in einer solchen
Funktion nichts verloren!“

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