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»21,7 Prozent Lohnunterschied!«

Equal Pay Day: Auer fordert Gehaltstransparenzgesetz

Statistisch gesehen arbeiten Frauen in einer Vollzeitbeschäftigung im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen ab diesem Samstag, 16. September, bis zum Jahresende gratis. AK-Vizepräsidentin Manuela Auer: „ Im österreichischen Durchschnitt „verliert“ eine Frau durch die ungleiche Bezahlung pro Jahr rund 10.900 Euro. Auf zehn Jahre gerechnet sind das mehr als 100.000 Euro! Diese Ungerechtigkeit  kommt auch deswegen zustande, weil viele Frauen gar nicht wissen, dass ihre männlichen Kollegen - trotz gleichwertiger Ausbildung oder Tätigkeit - mehr verdienen.“

Vorarlberg bleibt Schlusslicht
Besonders bedauerlich sei, dass Vorarlberg beim Equal Play Day im Bundesländervergleich mit knapp 30 Prozent Lohnunterschied wie in den vergangenen Jahren wieder den letzten Platz einnehme, kritisiert die AK-Vizepräsidentin. Manuela Auer weiter: „Diese klare Benachteiligung von Frauen zeigt leider auch den Stellenwert von Frauen in der Wirtschaft.“ Die einzige Konsequenz, die bestehenden Lohnunterschiede abzubauen, sei - zusätzlich zu den bestehenden Einkommensberichten für größere Betriebe - ein Lohntransparenzgesetz. Manuela Auer: „Wer Veränderungen und gerechte Einkommensverteilung in den Betrieben durchsetzen will, muss zuerst für Transparenz sorgen. Solange geschlechterspezifische Einkommensunterschiede verschleiert werden, kann man sich auch nicht dagegen wehren. Eine innerbetriebliche Offenlegung aller Gehälter würde Arbeitnehmerinnen helfen, am Verhandlungstisch besser zu argumentieren.“

Mindestlohn von 1.500 Euro ein wichtiger Schritt
Dennoch brauche es weitere Maßnahmen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt zu erreichen. Auer: „Wer mehr verdient, erhält später auch eine höhere Pension. Daher brauchen wir Regelungen, die es Frauen ermöglichen, eine Vollzeitbeschäftigung anzunehmen. Mit dem Mindestlohn von 1.500 Euro ist ein erster, wichtiger Schritt, getan. Über 290.000 Beschäftigte profitieren davon. 1.700 Euro sollen bald folgen. Wir brauchen jedoch auch Kinderbetreuungseinrichtungen mit Öffnungszeiten, die beiden Elternteilen

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