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»Demo gegen 12-Stunden-Tag!«

AK-Vizepräsidentin LAbg. Auer: „Mehr als 100.000 Menschen setzen ein

„Das war bloß ein Vorgeschmack auf die Kampfbereitschaft der ArbeitnehmerInnen!“ So und ähnlich lautet ein Fazit der Großkundgebung gegen den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche am vergangenen Samstag in Wien. AK-Vizepräsidentin LAbg. Manuela Auer: „Alle Versuche der Regierung mit Unwahrheiten und Falschmeldungen die Großkundgebung zu stören, sind kläglich gescheitert. Mehr als 100.000 Menschen haben – trotz Ferienbeginn und traditionellem Urlaubsbeginn - gezeigt, was sie von der Politik der schwarz/türkis/blauen Regierung halten. Ich danke allen TeilnehmerInnen. Die Demo war ein erstes, lautes und eindrucksvolles Signal an die Regierung, aber es wird nicht das letzte sein.“

Keine Entschuldigung von Kurz

Wie nervös ÖVP-Bundeskanzler Kurz und FPÖ-Obmann Strache sind, zeigt, dass ein amtierender Regierungschef nicht davor
zurück schreckt, im Vorfeld der Demo die TeilnehmerInnen und die Organisatoren zu verunglimpfen. Manuela Auer: „Es ist
wohl einmalig in der Geschichte der Republik Österreich, dass ein amtierender Bundeskanzler in einer Pressekonferenz mit einer gezielten Unwahrheit Stimmung gegen die Initiatoren zu machen versucht. Die Aussage, dass die AK Vorarlberg die Anreise und die Hotelkosten für die DemonstrationsteilnehmerInnen bezahle, war schlicht und einfach gelogen. Dennoch gibt es von BK Kurz bis heute keine Entschuldigung bzw. Richtigstellung.“

Die Regierung will offenbar die Konfrontation

Es liegt auf der Hand, dass der Erfolg der Demo und die völlig aus dem Ruder laufende Reaktion von ÖVP und FPÖ weitere Aktionen auf Seiten der ArbeitnehmerInnen nach sich ziehen wird. Die Regierung will offenbar die Konfrontation mit den Beschäftigten. Auer dazu: „Die Regierung und ihre Einflüsterer werden sich wundern, was alles möglich ist. Schon in diesen Tagen finden in einem ersten Schritt erste Betriebsversammlungen statt. Zunächst geht es darin vor allem um die umfassende Information, was die Absicht der Bundesregierung den 12-Stunden-Tag bzw. die 60-Stunden-Woche einzuführen für die einzelnen KollegInnen in der Praxis wirklich bedeutet.“ Weitere Maßnahmen würden ebenfalls besprochen bzw. geplant.

Das Arbeitsrecht steht auf dem Spiel!

AK-Vizepräsidentin LAbg. Manuela Auer: „Kurz und Strache haben sich zum Ziel gesetzt, die arbeitsrechtlichen Vertretungen in den Betrieben und auf Sozialpartnerschaftsebene zu beenden. Damit dienen sie bei den Großindustriellen und Immobilienspekulanten ihre Wahlkampfschulden ab, mit denen die teuren Wahlkämpfe von Schwarz und Blau finanziert wurden. So etwas nennt man auch gekaufte Politik. Wir werden diesen Versuchen mit aller Entschiedenheit und großer Entschlossenheit entgegentreten!“ Auer fordert gemeinsam mit dem ÖGB eine Volksabstimmung über den 12-Stunden-Tag. Die Bundesregierung solle Demokratie ernst nehmen und das Volk über den 12-Stunden-Tag entscheiden lassen.

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