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»Arbeitszeit intelligent verteilen!«

„Flexibilisierung ja – aber nicht zu Lasten der Beschäftigten!“, reagiert AK-Vizepräsidentin Manuela Auer auf die von WK-Präsident Leitl angestoßene Arbeitszeitdiskussion. Fakt sei, dass bereits jetzt jährlich 50 Millionen unbezahlte Überstunden geleistet würden. „Einer einseitigen Flexibilisierung auf Kosten der ArbeitnehmerInnen werden wir daher sicherlich nicht zustimmen“, stellt Auer klar.  

Überhaupt glaubt die AK-Vizepräsidentin, dass es der Wirtschaft hier vor allem darum geht, Mehr- und Überstundenzuschläge einzusparen. Denn grundsätzlich gebe es bereits jetzt die Möglichkeit der flexiblen Arbeitszeitgestaltung. Da hier Kollektivverträge den Rahmen bilden, sei zudem sichergestellt, „dass sowohl die speziellen Branchenbedürfnisse als auch die Interessen der ArbeitnehmerInnen berücksichtigt werden.“

Zu lange Arbeitszeiten machen krank

Nichts abgewinnen kann die AK-Vizepräsidentin daher auch der Forderung mancher Wirtschaftsvertreter, Regelungen die Arbeitszeiten betreffend zunehmend auf die Betriebsebene zu verlagern.

„Was auf den ersten Blick vernünftig klingen mag, würde letztendlich dazu führen, dass die Beschäftigten immer öfter auch Arbeitszeiten akzeptieren müssten, die ihre Gesundheit belasten und auf Kosten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehen“, befürchtet Auer. „Anstatt also die Arbeitszeit zu verlängern, müsste vielmehr darüber nachgedacht werden, wie sie gerechter und intelligenter verteilt werden kann“, so Auer.

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