Aktuelles

»Internationaler Frauentag 2017«

Internationaler Frauentag 2017

AK-Vizepräsidentin Manuela Auer: „Viel zu feiern gibt’s nicht!“

Wenn es um die Gleichstellung von Mann und Frau gehe, verliere Österreich immer mehr denn Anschluss an internationale Standards. Das meint AK-Vizepräsidentin Manuela Auer anlässlich des bevorstehenden „Internationalen Frauentages“.   Frauenpolitisches Alarmsignal!  „Die OECD-Länder (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa) machen Fortschritte bei der Beteiligung von Frauen an der Wirtschaft. Österreich rutscht aber im internationalen Vergleich langsam, aber stetig ab“, so die AK-Vizepräsidentin. Im "Women in Work-Index" der Beraterfirma PwC (PricewaterhouseCoopers) lag Österreich 2015 zwar unverändert auf Rang 22; ist im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern jedoch zurückgefallen.

Im Jahr 2000 noch auf Platz 13 „Dass Österreich europaweit in der Gleichstellung nur auf Platz 22 ist, ist Alarmsignal und ein Weckruf “, so die Vizepräsidentin der Vorarlberger Arbeiterkammer. Noch drastischer sind die Ergebnisse des „Gender Gap Report“. Demnach hat sich die Situation in Österreich sogar verschlechtert: So rutscht Österreich bei der Gleichstellung von Platz 37 auf Platz 52 und im Bereich Lohngerechtigkeit von Platz 100 auf Platz 144!

„Auch wenn Frauen mittlerweile Zugang zu allen Bereichen der Gesellschaft haben, von einer echten Gleichstellung sind wir weit entfernt. In vielen Unternehmen ist die Arbeit von Frauen nach wie vor weniger wert als die ihrer männlichen Kollegen. Es sind auch fast ausschließlich Frauen, die ihre Karriere unterbrechen und in Teilzeit arbeiten, weil Kinder oder zu pflegende Angehörige zu betreuen sind. Daher sind Frauen auch die am stärksten von Altersarmut betroffene Gruppe“, so Manuela Auer.

Mehr Gerechtigkeit!

Was nottut, sind daher umfassende Maßnahmen:

  • Schluss mit der Lohndiskriminierung! 
  • Ein Mindestlohn von 1.500 Euro als erster Schritt!
  • Schluss mit dem Schneckentempo, mit dem die Beseitigung von Diskriminierungen angegangen wird!
  • Gesetzliche Regelungen zur innerbetrieblichen Lohntransparenz!
  • Rascher Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen mit Öffnungszeiten, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und zur tatsächlichen Wahlfreiheit führen!

Zurück