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»Banken drehen an Gebührenschrauben«

AK-Vizepräsidentin Manuela Auer: „Bankomatgebühren sind inakzeptabel!“

Zum wiederholten Male kritisiert AK-Vizepräsidentin Manuela Auer die Preispolitik vieler Banken. „Bankgeschäfte kosten an allen Ecken und Enden. Dennoch werden Filialen großflächig geschlossen und Kundinnen und Kunden geradezu in die Selbstbedienung gedrängt“, so Auer. Bei der Kontoführung seien immer weniger Leistungen inkludiert - für jeden Handgriff werde vielfach „extra kassiert“, heißt es weiter. KundInnen sollen einerseits vieles selber erledigen, andererseits werde alles teurer.

Nein zu Bankomatgebühren!

Für die AK-Vizepräsidentin ist klar: „Der Zugang zum eigenen Geld, die Abhebung vom eigenen Konto am Bankomat darf nichts extra kosten!“ Diese Forderung bleibe aufrecht, auch wenn sich die Bundeswettbewerbsbehörde jüngst gegen ein Verbot dieser Gebühren ausgesprochen habe. Manuela Auer: „Sollte eine Regulierung – wie von Sozialminister Alois Stöger vorgeschlagen – allerdings nicht greifen, muss es zu einem gesetzlichen Verbot von Bankomatgebühren kommen.“

Faire Preise bei Bankdienstleistungen

Des weiteren fordert die Gewerkschafterin und Vizepräsidentin der Vorarlberger Arbeiterkammer eine „faire Preispolitik bei Dienstleistungen im Zahlungsverkehr“. Auer dazu: „Etliche Entgelte für Dienstleistungen müssen preisgünstiger werden.“ Das Drehen an der Gebührenschraube nach oben benachteilige finanzschwache BankkundInnen und jene, die Schaltergeschäfte bevorzugen, argumentiert Auer.

Deckelung der Minuszinsen

Ebenso wichtig und notwendig sei die „Deckelung der Minuszinsen“. Die AK-Vizepräsidentin: „Es braucht eine verbraucherfreundliche Regelung bei den Zinsen für die Kontoüberziehung. Alle Untersuchungen der AK in den vergangenen Jahren zeigen: Die Zinsen für die Kontoüberziehung sind kaum gefallen – trotz zum Teil negativer Zinssätze.“  

MitarbeiterInnen sind Leidtragende

Die Preisentwicklung der Banken führt dazu, dass KundInnen ihren berechtigten Unmut oft bei den Bankangestellten abladen. Diese sind jedoch für die Geschäftspolitik ihrer Bank nicht verantwortlich. Manuela Auer: „Wir wissen, dass auch die Bankangestellten – gerade durch die Ausdünnung des Filialnetzes - einem großen Druck ausgesetzt sind. Immer weniger Bankangestellte müssen immer mehr leisten und dennoch um ihren Arbeitsplatz fürchten. Das alles ist eine höchst unerfreuliche Entwicklung“, so Manuela Auer.

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